Halle an der Saale

letzte Aktualisierung: 03.01.2020

Halle ist eine faszinierende Stadt. Das sagen die meisten Menschen, die einmal dort waren. Halle ist eine besondere Stadt, denn Halle ist mehr als 1200 Jahre alt, wurde wie Italiens Hauptstadt Rom auf sieben Hügeln errichtet, hat zwei Burgen (Moritzburg und Burg Giebichenstein), zwei große Flüsse (Saale und Weiße Elster), eine Universität (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), eine internationale Kunsthochschule ("Burg"), ist Sitz der Deutschen Nationalakademie (Leopoldina) und der Bundeskulturstiftung, gehört zur Wiege der Reformation (Luthermaske) und hat die älteste Bibelsammlung der Welt (Canstein Bibelanstalt). Die Bezeichung Händelstadt Halle (Saale) setzt sich aus drei Teilen zusammen: Händel, Halle und Saale. Wer es ganz genau nimmt, findet noch einen vierten Teil: Stadt.

Der Komponist Georg Friedrich Händel wurde 1685 in Halle geboren. Ihm zu Ehren errichteten hallesche Bürger ein Denkmal, das einzige in Deutschland. Es wurde am 1. Juli 1859 enthüllt. (Kultur- & Händelstadt)

Haendel-Portraet unter einer Bruecke am Hauptbahnhof Halle Saale

Zur Herkunft des Stadtnames "Halle" gibt es verschiedene Theorien. Der beliebtesten zufolge ist der Name von der französischen Bezeichnung für Salz abgeleitet. Immerhin soll hier, an der Ostgrenze des Karolinger-Reiches, ein Kastell gelegen haben, so dass die historische Verbindung zu Frankreich gegeben wäre. Das Vorkommen von Salz am Rande des ehemaligen Zechsteinmeeres war jedenfalls ein wichtiger Grund für die Gründung und den wirtschaftlichen Aufstieg der Stadt Halle. (Salzstadt)

Die Saale ist ein Fluss. Sie entspringt in Franken im Süden Deutschlands und fließt nach Norden durch Halle in die Elbe. (Stadt am Fluss, Saalestadt) Sie hat eine Gesamtlänge von 413 Kilometer und suchte Halle wiederholt mit Hochwässern heim; zuletzt im Juni 2013 mit einem Rekordpegel von 8,16 Meter.

Halle darf sich seit 1310 Stadt nennen (Stadtrecht). 1890 hatte die Stadt 101.401 Einwohner und sich damit innerhalb von 20 Jahren nicht nur verdoppelt, sondern den Status "Großstadt" erreicht. Vom Juli 1947 bis zum Juli 1952 war Halle die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Von 1952 bis 1990 war Halle die Bezirkshauptstadt des Bezirkes Halle der DDR. 1964 legte die DDR den Grundstein für Halles kleine Schwester (Halle-Neustadt), die sich im Akkordtempo zur Stadt entwickelte und den Status Großstadt am Ende nur knapp verfehlte. 1990 wurden die sozialistische Chemiearbeiterstadt Halle-Neustadt und das alte Halle zur Stadt Halle Saale zusammengelegt. 2019 war Halle die bevölkerungsreichste Stadt Sachsen-Anhalts.